Der aktuelle Blog rund um Euro Münzen und Gedenkmünzen
Header image
Doppelte Ausgabe von San Marino im September

In wenigen Tagen bereichert San Marino den Sammlermarkt um zwei weitere Gedenkmünzen. Freuen dürfen wir uns über eine 5-Euro-Münze zum 500. Todestag von Amerigo Vespucci, und eine 10-Euro-Münze zum 100. Geburtstag von Aligi Sassu. Amerigo Vespucci ist den meisten als bedeutendster Entdecker Amerikas bekannt. Durch den Kartografen Martin Waldseemüller wurde 1507 der neu erforschte Kontinent … Weiterlesen

In wenigen Tagen bereichert San Marino den Sammlermarkt um zwei weitere Gedenkmünzen. Freuen dürfen wir uns über eine 5-Euro-Münze zum 500. Todestag von Amerigo Vespucci, und eine 10-Euro-Münze zum 100. Geburtstag von Aligi Sassu.

Amerigo Vespucci ist den meisten als bedeutendster Entdecker Amerikas bekannt. Durch den Kartografen Martin Waldseemüller wurde 1507 der neu erforschte Kontinent auf der Weltkarte nach ihm benannt, „America“. Die Rückseite der 5-Euro-Gedenkmünze zeigt wie üblich das Wappen von San Marino, sowie den Schriftzug „LIBERTAS“. Die Statur Amerigos ziert die Vorderseite, begleitet von den Jahreszahlen 2012 und 1512.

Aligi Sassu ist einer der grössten italienischen Maler und Bildhauer des zwanzigsten Jahrhunderts. Schon sehr früh wurde sein künstlerisches Talent entdeckt, sodass er bereits im Alter von 16 Jahren an der Biennale in Venedig, eine Weltausstellung der Bildenden Kunst, beteiligt war. Markenzeichen seiner Malerei sind Pferde und die hellen Farben von Sardinien.

Die 10-Euro-Münze, auf welcher ein Porträt des Künstlers abgebildet ist, gehört zur Europastern-Serie. Das Pferd auf der Aversseite, eine bekannte orangerote Statue die im Kreisverkehr bei Alcudia (Gemeinde auf der spanischen Beleareninsel Mallorca) zu finden ist, spiegelt seine Beziehung zur Kunst wider.

Quelle: Katalog Monet Euro / Coin-Database

100 Euro Slowakei „300. Jahrestag der Krönung Karls III.“

Dass die slowakische Nationalbank gerne einen Wettbewerb zur Gestaltung einer Euro-Münze veranstaltet, haben wir zum 250. Geburtstag von Anton Bernolak schon gesehen. Auch für die  „100 Euro-Münze zum 300. Jahrestag der Krönung Karls“ wurde ein solcher Wettbewerb angesetzt. Von den zehn eingereichten Designs erscheint Karol Ličkos Motiv (siehe Entwurf unten) im Dezember 2012 auf der … Weiterlesen

Dass die slowakische Nationalbank gerne einen Wettbewerb zur Gestaltung einer Euro-Münze veranstaltet, haben wir zum 250. Geburtstag von Anton Bernolak schon gesehen. Auch für die  „100 Euro-Münze zum 300. Jahrestag der Krönung Karls“ wurde ein solcher Wettbewerb angesetzt. Von den zehn eingereichten Designs erscheint Karol Ličkos Motiv (siehe Entwurf unten) im Dezember 2012 auf der neuen Goldmünze.

Laut der Jury hat der bereits bekannte Medailleur mit seinem Motiv alle inhaltlichen, historischen und kreativen Aspekte erfüllt. Vor allem die Gestaltung der Vorderseite wurde von dem Komitee sehr geschätzt. Die ausgewählten architektonischen Sehenswürdigkeiten – König Karls Tor der Burg Bratislav, der barocke Turm des Rathauses, sowie der Turm der St. Martins Kathedrale – spiegeln Bratislava zu der Regierungszeit des Königs perfekt wider. In Anlehnung an die Krönung und deren Austragungsort (die Kathedrale), beinhaltet Ličkos Entwurf auch eine Kutsche und einen berittenen Umzug. Von dem qualitativ hochwertigen Porträt des Monarchen, die Darstellung der Burg Bratislava und der Königskrone auf der Rückseite, war die Jury ebenfalls begeistert. Die 9,5 g schwere Gold-Münze erscheint in der höchsten Prägequalität „Polierte Platte“, die Auflage ist derzeit noch unbekannt.

Quelle: Nationalbank  Slowakei

Streit um estnisches Münzmotiv

Ein Streit um Geld anderer Art ist zwischen Estland und Russland entbrannt. Russland beäugt die ehemalige Sowjetrepublik schon lange skeptisch wegen dessen Westkurs. Der Beitritt zur NATO, die EU-Mitgliedschaft und zuletzt der Beitritt zur Euro-Zone haben nicht gerade zur Freundschaft der Länder beigetragen. Nun gibt es Streit um das Motiv der am 01. Januar 2011 … Weiterlesen

Ein Streit um Geld anderer Art ist zwischen Estland und Russland entbrannt. Russland beäugt die ehemalige Sowjetrepublik schon lange skeptisch wegen dessen Westkurs. Der Beitritt zur NATO, die EU-Mitgliedschaft und zuletzt der Beitritt zur Euro-Zone haben nicht gerade zur Freundschaft der Länder beigetragen.

Nun gibt es Streit um das Motiv der am 01. Januar 2011 eingeführten estnischen Euromünzen. Sergej Seredenko, ein Jurist, Bürgerrechtler und Angehöriger der russischen Minderheit ist überzeugt, dass die geprägte Landkarte Teile des russischen Staatsgebiets einschließt. „Als ich mir die Münzen ansah, kamen mir die Grenzen fremd vor“. Die estnische Zentralbank sagte auf seine Anfrage welche Grenzen abgebildet wären, dass es sich um eine Künstlerdarstellung handele und keine exakte Wiedergabe der tatsächlichen Grenzen.

Die russische Botschaft in der estnischen Hauptstadt Talin sprach daraufhin von einem Zeichen „“für die sich bedauernswerterweise wiederholenden Versuche, die geltenden Grenzen zu revidieren“. Russische Medien sprechen von einer „Provokation“. Simmu Tiik, der estnische Botschafter in Russland, erklärte, dass die Konturen der Landkarte den heutigen Konturen seines Landes entsprechen und keine Teile des russischen Staatsgebiets einschließen. Lediglich auf der ursprünglichen Skizze aus dem Jahre 2007 (schon damals sollte der Euro in Estland eingeführt werden) wurden leicht verschobene Grenzen dargestellt, das sei aber schnell korrigiert worden.

Wie es nun weiter geht ist unklar. Möglicherweise verändert Estland sein Motiv, wahrscheinlicher erscheint uns allerdings dass der Streit gütlich beigelegt wird. Wir haben selbst einmal nachgeschaut und eine Karte des Landes (von Wikipedia) über die Münze gelegt. Die Konturen stimmen exakt überein.

Euroeinführung in Estland

Am 01.01.2011 führt Estland als 17. EU-Land den Euro ein. Ursprünglich wollte das Land bereits Anfang 2007 den Euro einführen, was aufgrund der zu hohen Inflationsrate allerdings scheiterte. Auch der daraufhin geplante Termin Anfang 2009 war nicht zu halten. Nun ist es aber definitiv so weit, am 17. Juni 2010 stimmten die Staats- und Regierungschefs … Weiterlesen

Am 01.01.2011 führt Estland als 17. EU-Land den Euro ein. Ursprünglich wollte das Land bereits Anfang 2007 den Euro einführen, was aufgrund der zu hohen Inflationsrate allerdings scheiterte. Auch der daraufhin geplante Termin Anfang 2009 war nicht zu halten. Nun ist es aber definitiv so weit, am 17. Juni 2010 stimmten die Staats- und Regierungschefs der EU der Aufnahme in die Euro-Zone zu.

Die Münzen haben alle das selbe, von Lembit Lõhmus gestaltete Motiv auf der Rückseite. Sie zeigt den Umriss Estlands und den Schriftzug „EESTI“. Bei der Auswahl des Euro-Motivs wurde die estnische Bevölkerung per Telefonvoting beteiligt. Zur Auswahl standen 9 weitere, von einer Jury aus 134 Vorschlägen ermittelten Finalisten. Insgesamt haben sich allerdings nur 3,4 % der 1,34 Millionen Esten an dem Voting beteiligt. Das wird sicherlich auch zum Teil daran gelegen haben, dass die Wahl bereits 2004 statt fand und die ungewissen Aussichten wenige Esten für den Euro begeistern konnte. Hier eine Zusammenstellung der 2-Euro-Kursmünzen aller Entwürfe, geordnet nach Stimmenanteil:

Die Bevölkerung kann 15,6 Kronen in einen Euro umtauschen. Der Wechselkurs war schon vorher im Rahmen des Wechselkurs-Systems fest an den Euro gekoppelt, vor dessen Einführung lange Jahre an die D-Mark. Die Esten sind überwiegend für die Einführung des Euros, auch wenn es Befürchtungen gibt, dass dieser zu weiteren Preissteigerungen führen wird.

Übrigens: Hier kann man den Kursmünzensatz bereits jetzt mit Frühbesteller-Rabatt vorbestellen. Schnell sein lohnt sich!

Euro-Einführung als Bargeld

2002 – Andorra (unilateral, keine eigenen Münzen)
2002 – Belgien
2002 – Deutschland
2002 – Finnland
2002 – Frankreich
2002 – Griechenland
2002 – Irland
2002 – Italien
2002 – Luxemburg
2002 – Kosovo (unilateral, keine eigenen Münzen)
2002 – Monaco
2002 – Montenegro (unilateral, keine eigenen Münzen)
2002 – Niederlande
2002 – Österreich
2002 – Portugal
2002 – San Marino
2002 – Spanien
2002 – Vatikanstadt
2007 – Slowenien
2008 – Malta
2008 – Republik Zypern
2009 – Slowakei
2011 – Estland

Insgesamt werden ab 2011 23 Staaten den Euro als Währung benutzen – 17 EU-Staaten und sechs weitere europäische Länder.

Der Papst im Geldbeutel

Bislang bediente der Vatikan mit seinen fein säuberlich abgepackten Euro-Münzen lediglich den Sammlermarkt. Eine Münze des Vatikans im Geldbeutel zu finden war deshalb schlicht nicht möglich. Das ändert sich nun durch ein Anfang 2010 beschlossenes Abkommen. Demnach gehen zukünftig 51% der Prägungen zum Nennwert direkt in den Umlauf! Gleichzeitig wurde die Zahl der Münzen die … Weiterlesen

Bislang bediente der Vatikan mit seinen fein säuberlich abgepackten Euro-Münzen lediglich den Sammlermarkt. Eine Münze des Vatikans im Geldbeutel zu finden war deshalb schlicht nicht möglich. Das ändert sich nun durch ein Anfang 2010 beschlossenes Abkommen. Demnach gehen zukünftig 51% der Prägungen zum Nennwert direkt in den Umlauf! Gleichzeitig wurde die Zahl der Münzen die der Vatikan prägen darf verdoppelt.

Wer jetzt allerdings hofft die Münzen an jedem Souveniershop im Vatikan als Wechselgeld zu erhalten wird enttäuscht werden. Die Ausgabe erfolgt nach Angaben des Vatikans wohl dosiert um die Sammler nicht zur Jadg zu reizen. Außerdem werden bisher nur 50-Cent-Stücke ausgegeben. Kleinere Münzen zu prägen lohne sich nicht und man wolle sich auch nicht das Geschäft mit den 1- und 2-Euro-Sammlermünzen verderben. Es ist kein Geheimnis dass die Münzen mit der Mini-Auflage eine lukrative Geldquelle für den Kleinstaat darstellen. Die Kursmünzensätze werden in Sammlerbörsen für bis zu 1.400 Euro gehandelt und haben ein hohes Potential für Wertsteigerungen.

Gerade wegen des Booms mit den Sammlermünzen war der Vatikan zuerst skeptisch was die Ausgabe von Umlaufmünzen anging, schließlich konnte sich die EU-Kommission allerdings durchsetzen. So wandern nun dieses Jahr über 2 Millionen Papst-Münzen in die Taschen der Touristen – die oftmals noch nicht einmal merken dass sie eine echte Rarität im Geldbeutel haben. Wer angesichts von 86 Milliarden im Umlauf befindlicher Euromünzen nicht auf sein Glück vertrauen will findet die begehrte 50-Cent-Vatikanmünze im offiziellen Blister und in Sammlerqualität auch günstig hier.

Paste your AdWords Remarketing code here