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Durchmischung der Euromünzen

Am 9. Dezember 2009 von Fabian | Münzen aus Europa, Wissenswertes

Rein mathematisch gesehen müsste zwei von drei Euromünzen in unserem Geldbeutel ein „Ausländer“ sein, denn das ist das Verhältnis der deutschen Münzen zur Produktion in der gesamten EU. Doch seit Jahren stagniert der Anteil der Münzen aus den anderen EU-Staaten innerhalb Deutschlands bei nur etwa 25%. Das sind aber schon deutlich mehr als im Jahr 2002, als 95% der Münzmenge aus heimischen Prägeanstalten stammte.

Einer stärkeren Mischung wirkt vor allem die Sammel-Leidenschaft der Menschen entgegen. Viele der ausländischen Münzen landen in Sammelgläsern oder Münzalben. Auch wird immer mehr Zahlungsverkehr elektronisch abgewickelt – kaum jemand nimmt noch eine nennenswerte Menge an Münzen über die Grenze. Vernachlässigbar sind die neu geprägten Münzen, da deren Menge vergleichsweise gering ist.

Vor allem in Grenzgebieten und Städten ist der Anteil der fremden Münzen vergleichsweise hoch. Die ursprünglich für 2020 erwartete perfekte Durchmischung wird jetzt frühstens für das Jahr 2025 erwartet. Die meisten ausländischen Euros in Deutschland stammen übrigens Frankreich, Italien und Spanien – alles Länder mit hohen Prägeauflagen. Österreichische Münzen finden sich vor allem in Bayern, niederländische dominieren das Rheinland und französische Münzen haben im Saarland einen besonders hohen Anteil.

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