Der aktuelle Blog rund um Euro Münzen und Gedenkmünzen
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Motiv der 10-Euro-Münze „Gerhart Hauptmann“

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung hat nun auch das letzte noch ausstehende Münz-Motiv zur letzten 10-Euro-Münze dieses Jahres, „150. Geburtstag Gerhart Hauptmann“ veröffentlicht. Bereits am 10. November 2011 entschied sich die siebenköpfige Jury für das Design des Berliner Münzgestalters und Produktdesigners Jordi Truxa. Es ist nach „50 Jahre Deutsches Fernsehen“ (2002), „250. Geburtstag von … Weiterlesen

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung hat nun auch das letzte noch ausstehende Münz-Motiv zur letzten 10-Euro-Münze dieses Jahres, „150. Geburtstag Gerhart Hauptmann“ veröffentlicht. Bereits am 10. November 2011 entschied sich die siebenköpfige Jury für das Design des Berliner Münzgestalters und Produktdesigners Jordi Truxa. Es ist nach „50 Jahre Deutsches Fernsehen“ (2002), „250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart“ (2006) und „125. Jahre Automobil“ (2011) bereits sein vierter Entwurf für eine deutsche 10-Euro-Münze der siegreich aus einem Münzwettbewerb hervorgegangen ist.

Die Münze zu Ehren des deutschen Dramatikers und Schriftstellers Hauptmann (1862 – 1946) erscheint am 8. November 2012. Als Randumschrift wurde der letzte Satz des III. Akts von Hauptmanns „Webern“ gewählt: *A jeder Mensch hat halt ’ne Sehnsucht *

Die vier Finalisten, jeweils mit dem Kommentar der Jury:

1. Preis: Jordi Truxa (Berlin)


Der Entwurf zeigt in der rechten Bildhälfte Gerhart Hauptmann im Profil in grafisch reduzierter Form in Anlehnung an die Lithographie von Karl Bauer (1903). Er überzeugt durch die Zutat eines großen Papierbogens und einer Schreibfeder, die die produktive Tätigkeit des Dichters symbolisieren. Die Zutat mindert nicht die Kraft der Portraitdarstellung; der Kontrast von leerer und durchgestalteter Fläche verleiht dem Entwurf einen eigenen Spannungsreiz. Die Schrift als Randschrift ist deutlich lesbar, beschränkt sich dabei mit einer gewissen Zierlichkeit auf die rechte Münzhälfte. Die drei Bereiche (Portrait, Attribute, Schrift) stehen in einem spannungsreichen, aber schlüssigen Verhältnis.
Wertseite
In Analogie zur Bildseite ist auf der Wertseite die Adlerdarstellung ebenfalls nach rechts aus der Mitte gerückt. Der Adler entspricht den Vorgaben; innerhalb dieser Grenzen sind im Detail der Flügelgestaltung bemerkenswerte, der Einheit des Ganzen förderliche Gestaltungsmerkmale zu registrieren.

2. Preis: Elena Gerber (Berlin)

Die Bildseite zeigt Gerhart Hauptmann in einer modernen grafischen Gestaltung im Profil, das als Ausdruck seiner Persönlichkeit auf den ersten Blick erkennbar ist.
Die gut profilierten Strahlen im Hintergrund verleihen der Münze Tiefe und Spannung.
Sie symbolisieren das künstlerische Wirken des Dichters und seine Bedeutung bis in die heutige Zeit.
Ein gut lesbarer Schriftzug rahmt das Motiv ein, richtet sich aber nicht wie üblich auf das Zentrum der Münze aus.
Die Wertseite zeigt im grafischen Aufbau eine gute Entsprechung der Bildseite.
Das dichte Federkleid des Adlers korrespondiert gut mit den Strahlen im Hintergrund des Profils.
Der Wechsel der Bildebenen mit einer Vertiefung der Sterne verleiht auch der Wertseite eine besondere Dynamik.

3. Preis: Carsten Theumer (Salzatal)

Der Entwurf wurde prämiert, weil er ein ausdrucksstarkes, fein modelliertes Portrait Gerhart Hauptmanns mit einer ausgewogenen Darstellung des Adlers kombiniert.
Das Bildnis zeichnet sich durch eine individuelle Charakterisierung Hauptmanns aus und konzentriert sich auf den jüngeren Künstler während der Blüte seiner frühen Schaffenszeit. Die zeitlose, denkmalhafte Darstellung verzichtet auf erläuternde Elemente.
Die Wertseite korrespondiert mit der Bildseite, indem sie das mittig orientierte Kompositionsschema aufnimmt. Der Adler wirkt anmutig und ist als Hoheitssymbol angemessen.
Die einfühlsame Schriftgestaltung führt zu einem harmonischen Gesamtbild.

4. Preis: Hannes Dauer (Schönbrunn-Steinsdorf)

Der Münzenentwurf gestaltet auf der Bildseite ein Porträt von Gerhart Hauptmann mit hohem Erkennungswert. Es zeichnet sich durch eine sehr gute plastische Ausarbeitung aus und überzeugt in der Idee, den schaffenden Künstler in den Mittelpunkt zu stellen. Die mit einem Stift erhobene Hand wirkt als Kraftvolle und geradezu raumgreifende Geste. Die in zwei Zeilen am unteren rechten Rand aufgeführte klare Schrift setzt einen gelungenen Rahmen, der als gestalterisches Element auch auf der Wertseite an dieser Stelle erscheint.
So wie auf der Bildseite das Porträt nicht zentriert erscheint, findet sich auch auf der Wertseite der Adler in dezentraler Position. Zusammen mit den konzentriert gefassten Sternen ergibt sich für die Wertseite dennoch eine harmonische Flächenwirkung.

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Bilder: Bundesministerium für Finanzen

 

 

Die World Money Fair 2012

Morgen beginnt mit der 41. World Money Fair in Berlin die international renommierteste Münzveranstaltung. Vom 3. bis 5. Februar werden wieder etwa 15.000 Besucher erwartet die sich auf „hochkarätige Exponate, numismatische Kontakte und gesellschaftliche Highlights“ freuen dürfen. Der diesjährige Ehrengast ist Großbritanien (nach Polen im Jahr 2011). Detaillierte Informationen finden Sie auf der Webseite der … Weiterlesen

Morgen beginnt mit der 41. World Money Fair in Berlin die international renommierteste Münzveranstaltung. Vom 3. bis 5. Februar werden wieder etwa 15.000 Besucher erwartet die sich auf „hochkarätige Exponate, numismatische Kontakte und gesellschaftliche Highlights“ freuen dürfen. Der diesjährige Ehrengast ist Großbritanien (nach Polen im Jahr 2011).

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Webseite der World Money Fair oder im umfangreichen Messekatalog 2012.

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Ihre Meinung ist gefragt!

Das Jahr 2011 ist fast vorbei und wir freuen uns dass wir auch dieses Jahr wieder viele treue Leser dazugewonnen konnten. Und auch nächstes Jahr wollen wir Sie wieder umfassend und zielgenau rund um das Thema Münzen und Sammeln informieren.  Dafür benötigen wir Ihre Hilfe: Teilen Sie uns mit was Sie von Münzen-News in Zukunft … Weiterlesen

Das Jahr 2011 ist fast vorbei und wir freuen uns dass wir auch dieses Jahr wieder viele treue Leser dazugewonnen konnten. Und auch nächstes Jahr wollen wir Sie wieder umfassend und zielgenau rund um das Thema Münzen und Sammeln informieren.  Dafür benötigen wir Ihre Hilfe: Teilen Sie uns mit was Sie von Münzen-News in Zukunft erwarten oder was wir besser machen können. Nehmen Sie sich drei Minuten Zeit um an dieser Umfrage teilzunehmen.

Wir haben eine Wahlmöglichkeit vergessen oder Sie wollen tiefer ins Detail gehen? Hinterlassen lassen Sie hier einen Kommentar der uns hilft nächstes Jahr noch besser zu werden. Vielen Dank!

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Deutschland 2012: 200. Jahre Grimms Märchen

Heute möchten wir die vier besten Entwürfe des Münzwettbewerbs zur 10-Euro-Gedenkmünze „200. Jahre Grimms Märchen“ vorstellen. Der Sieger-Entwurf kommt von Prof. Christian Höpfner der schon mit „200. Geburtstag Robert Schumann“ oder „100. Geburtstag Marion Gräfin Dönhoff“ bewiesen hat dass er Portraits ansprechend umsetzen kann. Die Gedenkmünze wird ab dem 12. Juni 2012 in Silber und … Weiterlesen

Heute möchten wir die vier besten Entwürfe des Münzwettbewerbs zur 10-Euro-Gedenkmünze „200. Jahre Grimms Märchen“ vorstellen. Der Sieger-Entwurf kommt von Prof. Christian Höpfner der schon mit „200. Geburtstag Robert Schumann“ oder „100. Geburtstag Marion Gräfin Dönhoff“ bewiesen hat dass er Portraits ansprechend umsetzen kann.

Die Gedenkmünze wird ab dem 12. Juni 2012 in Silber und Kupfer/Nickel ausgegeben. Alle weiteren deutschen Münz-Ausgaben 2012 finden Sie hier im Überblick.

1. Preis (Prof. Christian Höpfner, Berlin)


Der Entwurf der Bildseite greift die Vorgabe des Doppelportraits der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, radiert von ihrem „Malerbruder“ Ludwig Emil Grimm, auf, indem er beide Gesichter in einer porzellanfeinen Oberfläche zusammenfasst und gegen den Münzgrund absetzt. Die Umschrift in einer würdevollen und modern wirkenden Antiqua ist auf einen Blick lesbar.
Die Wertseite führt die abgerundete Gestaltung der Bildseite weiter: Umschrift und Wertangaben, ebenso der Sternenkranz nehmen die zentral ausgerichtete Komposition auf, der klar ausgeführte Adler kontrastiert in seiner Schlichtheit mit dem Portrait.
Der in sich überaus stimmige Gesamtentwurf holt in einem zart schimmernden Bild die Welt der Brüder Grimm in die Gegenwart.

Randschrift: UND WENN SIE NICHT GESTORBEN SIND…

2. Preis (Michael Otto, Rodenbach)

Die plastische, eindrucksvolle Darstellung der Brüder Grimm ist durch Kleidung historisch genau (1843) verortet. Dennoch lässt sich eine gewisse Zeitlosigkeit wahrnehmen. So hat man sich die Brüder Grimm seit über 150 Jahren vorgestellt. Der (Wieder) Erkennungswert ist unübertrefflich, rezeptionsfreundlich.
Das Doppelportrait mit der Bildseite ist zusammen mit der asymmetrischen Umschrift überaus gelungen in die Fläche gesetzt. Dieses Gestaltungsmittel der Asymmetrie ist auf der Wertseite wiederholt.
Die Wertseite verliert leider durch die Überproportionierung der Adlerdarstellung („Federpracht“). Dies stört den Zusammenklang von Bild- und Wertseite, wobei die letztere insgesamt etwas überfüllt erscheint, zumal, wenn noch „Silber 625“ hinzugefügt würde. Die handwerkliche Qualität ist hervorragend.

3. Preis (Hannes Dauer, Schönbrunn-Steinsdorf )

Hervorstechendes Merkmal der Bildseite ist das Doppelportrait der Brüder Grimm in sehr eigenständiger Form: Der Verfasser kombiniert ein naturalistisches Relief der Gesichter mit einer flächigen Gestaltung der Haare und der in skizzenhaften Strichen angedeuteten Kleidung. Diesen anspruchsvollen und durchaus riskanten Ansatz würdigt die Jury ausdrücklich. Die künstlerische Umsetzung gelingt nicht gänzlich. So erhalten die fein und ausdrucksvoll ausgearbeiteten Reliefs etwas Maskenhaftes. Die Linienführung von klar begrenzten Münzgrundflächen zu den naturalistischen Profilausbildungen erscheint nicht zwingend. In der Ausführung als polierte Platte könnte u.a. der mittige Münzgrund die Reliefs dominieren.
Der Adler auf der Wertseite nimmt die Stilmittel der Bildseite mit Ausnahme der feinen Reliefierung auf. Im Bereich der Inschriften wirkt die Anordnung etwas gedrängt.
Insgesamt ergibt sich gleichwohl eine stimmige Gesamtkomposition der beiden Münzseiten.

4. Preis (Agatha Kill, Ilbesheim)

Die Idee einer Einbettung der Gesichter in die dicht gedrängten Märchentitel in damals üblicher Frakturschrift ist interessant, erscheint aber zu additiv und etwas überladen.
Durch die einschließende Darstellung der Lieferantin vieler Märchen, Frau Viehmann, verlieren die Portraits an Volumen, was die handwerkliche Ausarbeitung der Profile erschwert.
Die Wertseite harmoniert mit der Bildseite durch Umschrift und Symmetrie.

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Die Entwürfe zu „300. Geburtstag Friedrich II.“

Auch das Motiv der ersten deutschen 10-Euro-Gedenkmünze 2012, „300. Geburtstag Friedrich II.“, wurde inzwischen durch einen Münz-Wettbewerb gefunden. Die siebenköpfige Jury hat nach „Aachener Dom“ wieder ein Entwurf von Erich Ott prämiert. Somit stammen mindestens zwei der nächstjährigen Münz-Motive aus seiner Hand. Die Münze wird am 9. Februar 2012 ausgegeben, vorraussichtlich ist es die erste … Weiterlesen

Auch das Motiv der ersten deutschen 10-Euro-Gedenkmünze 2012, „300. Geburtstag Friedrich II.“, wurde inzwischen durch einen Münz-Wettbewerb gefunden. Die siebenköpfige Jury hat nach „Aachener Dom“ wieder ein Entwurf von Erich Ott prämiert. Somit stammen mindestens zwei der nächstjährigen Münz-Motive aus seiner Hand.

Die Münze wird am 9. Februar 2012 ausgegeben, vorraussichtlich ist es die erste Münz-Ausgabe die gleichzeitig in ihrer Silber- und Kupfer/Nickel-Variante erscheint. Alle weiteren deutschen Münz-Ausgaben 2012 finden Sie hier im Überblick.

1. Preis (Erich Ott, München)

Der Künstler wählte als Hauptmotiv das einzige authentische Porträt aus der 46jährigen Regierungszeit Friedrichs des Großen. Als Umschrift wird der Anlass für die Herausgabe der Münze mit einem programmatischen Zitat des Monarchen verbunden. Im Mittelpunkt der ausgewogenen Komposition blickt der gereifte König, der sich als europäischer Herrscher präsentiert, den Betrachter offen und unvoreingenommen an. Der Entwurf besticht durch die überzeugende Umsetzung des Porträts des braunschweigschen Hofmalers Ziesenis von 1763 ins Relief. Das Zitat stammt aus den ersten Regierungstagen des Königs (Juni 1740) und ist ein klares Bekenntnis zu Toleranz und Eigenverantwortung. Insgesamt werden damit die aktuellen Botschaften des Jubiläums 2012 vermittelt, Friedrich II. als europäischen Herrscher des 18. Jahrhunderts im Sinne der Aufklärung zu verstehen. Der Künstler führt die klare Formensprache und Typografie der Vorderseite auf der Wertseite fort, die durch einen prägnanten Bundesadler bestimmt ist.
Randschrift: *MICH MEINEN MITBÜRGERN NÜTZLICH ERWEISEN*

2. Preis (Hans-Joachim Dobler, Walda)

In dem Entwurf dominiert das umfangreiche Zitat aus dem politischen Testament, das sich um das Brustbild von Friedrich II. gruppiert. Das Bildnis ist in Kerbschnitttechnik angelegt. In der Konzentration auf wenige Linien sind die Erkennungsmerkmale überzeugend wiedergegeben. Ein wesentliches Gestaltungselement ist die in 15 Zeilen angelegte Schrift, die in ihrer leichten Bewegtheit in einem reizvollen Gegensatz zum Herrscherbildnis steht. Entstanden ist eine eigenständige und moderne Arbeit, in der die textliche Botschaft und das signethafte Friedrichporträt eine bildkompositorische Einheit bilden. Gegenüber dem interessanten künstlerischen Entwurf wurde vom Preisgericht die inhaltliche Fokussierung auf nur eine Facette der Persönlichkeit des Preußenkönigs kritisiert. Bild- und Wertseite bilden eine stimmige gestalterische Einheit.

3. Preis (Carsten Theumer, Höhnstedt)

Der Entwurf überzeugt durch seine klare Darstellung, die die Totenmaske Friedrich II. hat. In die Umschrift sind zwei Darstellungen der vom König geliebten Windspiele integriert.
Zur Würdigung des Königs anlässlich seines Geburtstages das Bildnis seiner Totenmaske zu verwenden wurde kontrovers diskutiert.
Obwohl die Darstellung auf der Wertseite gut gelungen ist, fällt die Assoziation zum bundesrepublikanischen Adler schwer.

4. Preis (Ulrich Böhme, Stuttgart)

Die Bildseite bietet eine „Geschichtserzählung“, die das populärste Bild Friedrich des Großen von Anton Graff (spiegelverkehrt) und zwei Holzschnitte Adolf Menzels (die vor der Fassade des Stadtschlosses zu Potsdam kombiniert werden) miteinander verbindet. Die Darstellung vermittelt damit das kräftige, „augenleuchtende“ Herrscherbild mit der hinfälligen Menschlichkeit des Monarchen. Friedrich ist ebenso dem Betrachter zugewandt, wie er ihm den Rücken kehrt; sein Werk bleibt.
Das Relief erscheint in seiner Ausformung künstlerisch und technisch gleichermaßen ansprechend.
Die Adlergestaltung auf der Wertseite wirkt lebendig; die grafische Anordnung von Wappenvogel, Europa-Sternen und Schrift unterstützen die klare Aussage.
Insgesamt ergeben Bild- und Wertseite einen ausgewogenen Gesamteindruck, deren Umsetzung in eine Münze allerdings problematisch erscheint.

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Entwürfe zu „UNESCO Welterbe – Dom zu Aachen“

Endlich steht das Motiv für die nächstjährige 100-Euro-Goldmünze „UNESCO Welterbe – Dom zu Aachen“ fest. Die siebenköpfige Jury empfahl unter Vorsitz von Jordi Truxa den von Erich Ott eingereichten Entwurf. Als Erscheinungstermin ist der 1. Oktober 2012 festgelegt worden. Es ist bereits die 9. Ausgabe in der deutschen Reihe der „UNESCO Welterbe“. Der Aachener Dom … Weiterlesen

Logo des UNESCO WelterbeEndlich steht das Motiv für die nächstjährige 100-Euro-Goldmünze „UNESCO Welterbe – Dom zu Aachen“ fest. Die siebenköpfige Jury empfahl unter Vorsitz von Jordi Truxa den von Erich Ott eingereichten Entwurf. Als Erscheinungstermin ist der 1. Oktober 2012 festgelegt worden.

Es ist bereits die 9. Ausgabe in der deutschen Reihe der „UNESCO Welterbe“. Der Aachener Dom mit seinem Kunstschatz war das erste deutsche Denkmal das 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

1. Preis (Erich Ott, München)

Die Bildseite zeigt den Dom zu Aachen in seiner ganzen Breite und Höhe bis an den Münzrand gesetzt. Die Darstellung besticht durch ihre filigrane und plastisch differenzierte Ausführung. Die Schrift ist von großer Klarheit, der Text ist sofort erkennbar.
Die Wertseite greift die Schriftverteilung der Bildseite bruchlos auf, der Adler kontrastiert in seiner fast kreisrunden Form wirkungsvoll mit der rechteckigen Gebäudedarstellung.
Der Münzentwurf ist von klassischer Ausgewogenheit und vollkommen in der handwerklichen Ausformung.

2. Preis (Bodo Broschat, Berlin)

Der Entwurf besticht auf den ersten Blick durch eine an mittelalterliche Siegel erinnernde, harmonische Gesamtkomposition beider Münzseiten. Ein Achteck schafft einen Binnenraum, der sich auf das Oktogon der Karlskapelle bezieht.
Die perspektivische Darstellung des Doms von Südwesten ist gut gelungen. Dimension und Form des Bauwerks sind sehr gut erkennbar. Der handwerkliche Detaillierungsgrad ist außerordentlich hoch.
Die sehr klare, breit laufende Umschrift wirkt modern mit einer gleichzeitig mittelalterlichen Anmutung.
Der heraldische Adler fügt sich gut in die Siegelstruktur ein, vermag aber isoliert betrachtet nicht ganz dem hoheitlichen Anspruch zu genügen. Die Jury würdigt ausdrücklich den durchaus mutigen Ansatz der spannungsvollen Kombination eines mittelalterlichen Themas in zeitgenössischer Übersetzung.

3. Preis (Reinhard Eiber, Feucht)

Die Kombination einer Südansicht des Doms mit einem Teilgrundriss stellt eine eigenständige und überzeugende Lösung dar. Der vergleichsweise reduzierte Detaillierungsgrad des Bauwerks führt allerdings zu Unstimmigkeiten.

Bezüglich der Wertseite betrachtet die Jury die Variante B als besser zur Bildseite korrespondierend. Der recht ungewöhnlich gestaltete Adler nimmt in seiner rechteckigen Grundstruktur Bezug auf das architektonische Motiv der Bildseite.

4. Preis (Victor Huster, Baden-Baden)

Dem Künstler ist ein eindrucksvoller Entwurf gelungen. Das Motiv aus südöstlicher Vogelperspektive ist klar erkennbar, wirkt geschlossen und in sich zusammengefasst. Ergänzt wird die Darstellung im oberen Teil durch ein Monogramm Karls des Großen. Gelungen ist die Begrenzung durch ein Oktogon auf der Bild- und Wertseite.
Die Schrift wirkt als dominantes Gestaltungselement.
Auf der Wertseite erschweren die unterschiedlichen Schriftansätze die Lesbarkeit. Sehr phantasievoll ist die Darstellung der Sterne. Die Verbindung durch Linien entspricht jedoch nicht den Kriterien der Auslobung .
Insgesamt handelt es sich um einen künstlerisch hoch angesiedelten Entwurf.

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Die Entwürfe zur Goldmünze „Wartburg“

Bereits am 1. Oktober ist es soweit: Die neue deutsche 100-Euro-Goldmünze, „UNESCO Welterbe – Wartburg bei Eisenach“, wird offiziell ausgegeben! Da wir bisher noch nicht die Entwürfe des dazugehörigen Münz-Wettbewerbs präsentiert haben möchten wir das heute noch nachholen. 1. Preis: Wolfgang Reuter Das Motiv überzeugt durch die Gesamtansicht der Wartburg, dargestellt als vom Wald umgebene … Weiterlesen

Bereits am 1. Oktober ist es soweit: Die neue deutsche 100-Euro-Goldmünze, „UNESCO Welterbe – Wartburg bei Eisenach“, wird offiziell ausgegeben! Da wir bisher noch nicht die Entwürfe des dazugehörigen Münz-Wettbewerbs präsentiert haben möchten wir das heute noch nachholen.

1. Preis: Wolfgang Reuter

Das Motiv überzeugt durch die Gesamtansicht der Wartburg, dargestellt als vom Wald umgebene Höhenburg mit einem deutlichen Wiedererkennungswert. Ergänzt werden im unteren Teil der Bildseite herausragende Eckdaten und Persönlichkeiten der Wartburggeschichte, die zugleich Teil der Nationalgeschichte ist. Den unteren Abschluss der spannungsvoll gestalteten Bildseite bildet als spielerischer Kontrapunkt ein Ritter zu Pferd, der die ritterliche und höfische Kultur als Element des Mittelalters symbolisiert.
Die Korrespondenz der Bild- und Wertseite entspricht sich im zweitteiligen Bildaufbau in hervorragender Weise. Die Schrift im jeweils unteren Teil ist in der Größe und Klarheit gut lesbar und unterstützt das Motiv. Der Adler ist kraftvoll gestaltet und hat eine würdige Anmutung.

2. Preis: Sneschana Russewa-Hoyer

Die Bildseite zeigt die Wartburg aus der Perspektive des Vogels. Ein fein gegliederter und räumlich gut nachvollziehbarer Burghof führt den Betrachter durch die Jahrhunderte der Baugeschichte. Jene, für die Betrachtung aus der Ferne wesentlichen markanten Bauformen sind deutlich hervor gestellt. Zahlreiche, minutiös ausgebildete Detailformen bereichern das Reliefbild, eine große Gesamtform führt zu einem angenehmen Verhältnis von Figur und Grund.
Die Wertseite präferiert eine im Gegensatz zur Bildseite stehende markante Symmetrie. Schrift, Zahl und die Sterne der Europäischen Union sind klar geordnet, im Zentrum ein streng geformter, zurückhaltender Adler, dessen Binnenstrukturen weniger den großen Detailreichtum der Bildseite spiegeln.

3. Preis: Hans Joa Dobler

Der Entwurf konzentriert sich auf das architektonische Erscheinungsbild der Wartburg und verzichtet auf Anspielungen auf historische oder kulturhistorische Aspekte.
Er überzeugt durch eine außerordentliche feingliederige Ausführung. Das Burgbild in seiner Einbettung in die Wartburglandschaft ist treffend und detailliert. Die Perspektive mit Blick von Osten lässt den Charakter der Höhenburg nachvollziehen.
Der Bruch zwischen der fein und detailreich ausgearbeiteten Architektur und der konsequenten Stilisierung bzw. Strukturisierung des landschaftlichen Umfelds wird als spannungsreich empfunden, kann jedoch nicht vollends überzeugen.
Wertseite und Bildseite des Entwurfs entsprechen einander harmonische, wozu das Schriftbild wesentliche beiträgt. Wertangabe und Hoheitszeichen ordnen sich in die anstrebte Feingliedrigkeit des Entwurfs ein.

4. Preis: Till Mainz

Dem Künstler ist es sehr gut gelungen, das Thema UNESCO Welterbe Wartburg in schöner Sachlichkeit darzustellen. Das Motiv wird klar erkennbar und mit einer gewissen Strenge wiedergegeben. Die das Motiv einschließende, hervortretende Schrift wirkt historisch, aber nicht aufdringlich.
Die Wertseite wird von einem den Vorgaben entsprechenden, traditionell dargestellten Bundesadler dominiert. Dies führt zu einer harmonischen Korrespondenz zwischen Bild- und Wertseite.

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Übrigens: Bleibt der Goldpreis stabil kostet die neue Goldmünze in der Erstausgabe etwa 652 Euro (602 Euro Goldwert + 50 Euro Zuschlag). Das sind immerhin etwa 150 Euro mehr als die Ausgabe letztes Jahr, „UNESCO Welterbe – Residenz und Hofgarten in Würzburg“. Wer sich nicht rechtzeitig eines 300.000 Exemplare sichern konnte wird wie immer auf dem Zweitmarkt und bei Händlern fündig.

Gemeinschaftsausgabe 2012: Abstimmung gestartet

Um das Design der 2-Euro-Gemeinschaftsausgabe der 17 Euro-Länder im nächsten Jahr zu finden wurde (wie bereits berichtet) ein öffentlicher Wettbewerb ins Leben gerufen. Anlass der 3. gemeinschaftliche Gedenkprägung ist „10 Jahre Euro-Bargeld“, die Ausgabe ist für Anfang 2012 geplant. Nachdem nun vor kurzem die Frist für die Einsendung von Münz-Entwürfen abgeschlossen war, wurden von einer … Weiterlesen

Um das Design der 2-Euro-Gemeinschaftsausgabe der 17 Euro-Länder im nächsten Jahr zu finden wurde (wie bereits berichtet) ein öffentlicher Wettbewerb ins Leben gerufen. Anlass der 3. gemeinschaftliche Gedenkprägung ist „10 Jahre Euro-Bargeld“, die Ausgabe ist für Anfang 2012 geplant. Nachdem nun vor kurzem die Frist für die Einsendung von Münz-Entwürfen abgeschlossen war, wurden von einer Jury die fünf aussichtsreichsten Designs vorausgewählt.

Seit gestern läuft nun die Abstimmung an der jeder Bürger der EU-Länder mit der Gemeinschaftswährung teilnehmen darf. Der siegreiche Entwurf wird etwa 90 Millionen Münzen in allen Euro-Staaten zieren.

Die offizielle Seite zur Abstimmung und alle Teilnahmebedingungen finden Sie hier. Unter den Teilnehmern die auf das siegreiche Design getippt haben wird ein hochwertiges Set von Euro-Sammelmünzen verlost. Nicht vergessen: Nach Eingabe einiger grundlegender Daten erhalten Sie eine E-Mail in der Sie ihre Daten bestätigen müssen – sonst ist Ihre Stimme ungültig.

Die Abstimmung läuft noch bis zum 24. Juni, am 30. Juni 2011 soll dann der Sieger bekannt gegeben werden. Wir wollen jetzt schon wissen: Welcher Entwurf ist ihr Favorit? Warum finden Sie dass gerade dieses Motiv das Thema der Münze, „10 Jahre Euro-Bargeld“, besonders gut wiederspiegelt?

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Zur offiziellen Abstimmung

Seit über einem Monat steht nun fest dass es den deutschen Silberzehner in der aktuellen Form nicht mehr geben wird. Zwar hat der Silberpreis in letzter Zeit etwas Federn lassen müssen, aber der Materialwert ist weiterhin gefährlich nahe am Nominalwert. Statt dessen wird die Ausgabe zum Nominalwert (Normalprägung) nur noch aus Kupfer-Nickel gefertigt, die bisherige … Weiterlesen

Seit über einem Monat steht nun fest dass es den deutschen Silberzehner in der aktuellen Form nicht mehr geben wird. Zwar hat der Silberpreis in letzter Zeit etwas Federn lassen müssen, aber der Materialwert ist weiterhin gefährlich nahe am Nominalwert. Statt dessen wird die Ausgabe zum Nominalwert (Normalprägung) nur noch aus Kupfer-Nickel gefertigt, die bisherige Silber-Variante (Spiegelglanz) ist an den Silberpreis gekoppelt – inklusive deftigem Preisaufschlag.

Wie finden Sie diese Entscheidung? Werden Sie auch zukünftig die Silber-Variante kaufen? Oder führen Sie Ihre Sammlung trotzdem mit der Normalprägung fort?

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Wir sind gespannt ob sich die unedle Ausführung am Sammlermarkt durchsetzen kann. Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie hier.

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