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Anlagemünzen – was ist das?

Am 27. Dezember 2008 von Fabian | Anlagemünzen, Edelmetalle, Münzen aus aller Welt, Wissenswertes

Zur Zeit wird viel von der Anlage des eigenen Vermögens in Gold und Silber geredet, in dem Zusammenhang fällt auch oft das Wort „Anlagemünze“. Doch was unterscheidet eine Anlagemünze von einem Goldeuro oder einer Silberunze aus der Kaiserzeit?

Anlage- oder auch Bullionmünzen dienen in erster Linie als Spekulationsobjekt auf den Preis des jeweiligen Edelmetalls oder auch als Wertanlage. Sie werden in hohen Stückzahlen hergestellt, was sie als reines Sammlerobjekt erst einmal eher uninteressant macht. Diese Münzen werden nach Materialwert und einem Aufschlag zur Deckung der Herstellungskosten ausgegeben und später auch so gehandelt. Die Preise dieser Münzen werden täglich an den Marktwert des Materials angepasst und häufig entfällt auch die Mehrwertsteuer (das trifft auf die meisten Goldmünzen zu). Bei Sammlermünzen ist der Materialwert hingegen eher nebensächlich, dort kommt es vor allem auf Seltenheit, Nachfrage und Erhaltung an.

Obwohl die meisten Anlagemünzen das Nominal des Ausgabelandes tragen und somit häuft zumindest fomal gesetzliches Zahlungsmittel sind, würde es sicher keiner auf die Idee kommen im Laden mit einer solchen Münze zu bezahlen. Oft ist auch das Gewicht und der Feingehalt auf der Münze eingeprägt. Typische Gewichte für aktuelle Bullionmünzen sind 1, 1/2, 1/4, 1/10 oder 1/20 Unze, vor allem Nachprägungen historischer Münzen weichen allerdings davon ab.

Silberunzen Australien 2009 Kookaburra

Bei vielen der Anlagemünzen werden jährlich neue Motive verwendet, was diese dann auch für Sammler interessant macht. Für Anleger haben solche Münzen dann natürlich den Nachteil, dass man nicht mehr nur das Material bezahlt. Für die Prägestätten lohnt sich diese Praxis allerdings, da sich die Zahl der potentiellen Kunden erhöht. Bullionmünzen ohne Motivwechsel sind z. B. Krugerrand, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker oder American Eagle.

5 Dollar American Buffalo 2008

5 Dollar American Buffalo 2008

Typische Materialen für Anlagemünzen sind Gold, Silber und Platin mit hohem Feingehalt. Seltener findet man auch das Edelmetall Palladium, hier muss aber aufgrund der geringen Auflage oft ein erheblicher Aufschlag in Form des Sammlerwerts bezahlt werden. Einzig die Palladium Maple Leaf (Kanada) wird zur Zeit dem Anspruch als Palladium-Anlagemünze gerecht


Gold-Anlagemünzen

  • Krugerrand (Südafrika)
  • American Gold Eagle (USA)
  • Gold Maple Leaf (Kanada)
  • Känguru Nugget (Australien)
  • Wiener Philharmoniker (Österreich)
  • American Buffalo (USA)
  • Panda (China)
  • Britannia (Großbritannien)

Silber-Anlagemünzen

  • Silver Eagle (USA)
  • Silber Maple Leaf (Kanada)
  • Britannia (Großbritannien)
  • Koala (Australien)
  • Kookaburra (Australien)
  • Känguru (Australien)
  • Libertad (Mexiko)
  • Timber Wolf (Kanda)
  • Silber Philharmoniker (Österreich)
  • Panda (China)

Platin-Anlagemünzen

  • Platinum Eagle (USA)
  • Platin Maple Leaf (Kanada)
  • Koala (Australien)
  • Panda (China)

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3 Kommentare

  • M.Koenig

    Gibt es eigentlich auch deutsche Anlagemünzen?

  • far

    Manche bezeichnen die 100-Euro Goldmünzen als Anlagemünzen, das ist aber nicht korrekt. Dafür ist die Auflage zu niedrig und man bezahlt einen hohen Aufschlag für den Sammlerwert. Es gibt meines Wissens nach bestimmte deutsche Münzen aus der Kaiserzeit, die als Anlagemünzen gehandelt werden – welche genau das sind kann ich Ihnen aber nicht sagen.

  • Es gibt die 20 Mark Gold von Wilhelm II als Anlagemünze. Mit ein bisschen Gugulando wirst du sicher fündig. VG



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