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Waterloo 2.0 oder: Wie Frankreichs „Water-loser“ Belgien kreativ werden ließ

Am 16. Juni 2015 von reppa | Aktuelles

Fast auf den Tag genau ist es 200 Jahre her, als im heutigen Belgien die Schlacht bei Waterloo mit dem Sieg über Napoleon Bonapartes ihr seliges Ende fand. Die nun folgende Abdankung des Gewaltherrschers und der wenig heldenhafte Tod des französischen Kaiserreichs waren die unmittelbaren Folgen von Frankreichs „Schmach bei Waterloo“. Doch was war mit dem historischen Verlierer geschehen? Nun, er wurde ohne große Umschweife auf die Atlantikinsel St. Helena verschifft, wo er letztlich im Exil starb.

Doch bekanntlich ist des einen Freud ja des anderen Leid: ganz Europa freute sich über den endlich wieder hergestellten Frieden – naja, jedenfalls fast alle. Und so vergingen zwei Jahrhunderte bewegter Geschichte in Europa, ehe nun Frankreichs „Water-loser“ erneut einen Keil in das Herz Europas zu treiben droht. Gar nicht schlecht für einen Mann, der schon fast 200 Jahre tot ist!

Der Hintergrund des, wenn man so will, „Waterloo 2.0 der Münzenwelt“ basiert auf der geplanten belgisch-französisch-niederländischen 2-Euro-Gemeinschaftsausgabe zum 200. Jubiläum der historischen Schlacht bei Waterloo. „Lasst uns dieses Ereignis feiern!“ muss sich wohl Belgien gedacht haben und begann munter mit der Prägung der Gedenkmünzen. Erneut an seine Schmach und das ambivalente Verhältnis des Volkes zu seinem früheren Kaiser erinnert, insistierte Frankreich heftig gegen das Projekt und schickte die unschuldige Gedenkprägung ins Exil. Eine vermeintliche Gefährdung der europäischen Einheit sei diese 2-Euro-Gedenkprägung und so fiel sie der Vernichtung anheim. Kein schlechter Schachzug von Frankreich, aber damit war das kleine Belgien noch lange nicht schachmatt gesetzt!

Dank einer Lücke im Regelwerk der EU, die es allen Mitgliedsstaaten erlaubt, eine Münze auch ohne die Zustimmung anderer Länder auszugeben, sofern diese ein nicht übliches Nominal tragen, war Belgien zurück im Spiel. Obwohl diese Sonderprägung gemäß der Vorschriften nur innerhalb Belgiens als Zahlungsmittel gültig sein kann, ließen es sich die Belgier nicht nehmen, eine neue Gedenkprägung samt einer länderspezifischen, beidseitig gestalteten Coincard auszugeben. Und so erblickte die erste 2,5-Euro-Gedenkmünze Belgiens das Licht der Welt! Dieser kleine Rebell unter den Münzen sei allerdings nicht dafür gedacht, Frankreich zu provozieren, betonte der belgische Finanzminister Johan Van Overtveldt. Dennoch: clever gespielt Belgien!

Letztlich ging das numismatische Waterloo 2.0 noch einmal glimpflich aus, auch wenn Frankreich der belgische Trickspielzug nicht gefallen haben dürfte. Wenn der kleine Münz-Rebell auch Ihnen eine historische Geschichte von Sieg und Schmach im Herzen Europas erzählen soll, dann finden Sie die 2,5-Euro-Gedenkmünze Belgiens hier zum günstigen Einführungspreise:
http://www.reppa.de/11710-2,5_Euro_Belgien_Coincard_Schlacht_bei_Waterloo.htm

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