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Später Finderlohn für Schatzsucher

Am 20. November 2008 von Fabian | Historische Muenzen

2005 fanden zwei Hobbyarchäologen mithilfe eines Metalldetektors auf einem Feld nahe Bautzen einige Metall- und Silberstücke und meldeten den Fund umgehend den Behörden. Bei den folgenden Ausgrabungen wurden etwa 1.500 Stücke eines 1.000 Jahre alten Silberschatzes ausgegraben, darunter größtenteils zerhackte Schmuckstücke und verschiedene Münzen im Wert von geschätzten 32.000 Euro. Einen Finderlohn verweigerte das Land Sachsen allerdings mit dem Hinweis, dass die Schatzsuche ohne die erforderliche Genehmigung unternommen worden sei.

September wurde der darauf folgende jahrelanger Rechtsstreit zwischen zwei Hobby Archäologen und dem Land Sachsen beigelegt. Die Richter sprachen den beiden Schatzsuchern 2.250 Euro zu und erlegten Sachsen die Prozesskosten von 16.000 Euro auf. Die Hobbyarchäologen hatten glaubhaft versichert auf der Suche nach alter Munition zufällig über den Silberschatz auf dem ehemaligen Schlachtfeld gestolpert zu sein. Sie verhielten sich rechtstreu, meldeten den Fund und gruben auch nicht weiter. Das Gericht verwies darauf dass nach geltendem Recht in Sachsen den Findern eine angemessene Entschädigung zusteht und legte die Höhe auf 5-10% des Werts fest – vor allem damit Schatzsucher einen Anreiz haben ihre Funde tatsächlich auch an das Land melden.

Der Schatz ist bis 4. Januar 2009 in Dresden unter dem Titel „900 Gramm Gehacktes – Oberlausitzer Silberschätze des 11. Jahrhunderts“ zu sehen.

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