Der aktuelle Blog rund um Euro Münzen und Gedenkmünzen
Header image

Unbeliebte 1-Dollar-Münzen

Am 28. Oktober 2008 von Fabian | Aktuelles, Kurs Münzen, Münzen aus aller Welt, Wissenswertes

Zum Unmut der Regierung fristet die 1-Dollar-Münze in den USA weiterhin ein Nischendasein. Hauptgrund dafür dürfte der seit Jahrzehnten allgegenwärtige 1-Dollar-Schein sein, der fast die Hälfte aller in den USA gedruckten Papiergelds ausmacht. Es ist also kein Wunder dass eine zusätzliche Münze im Heimatland des Plastikgeldes eigentlich überflüssig ist und fast drei viertel aller US-Bürger sie noch nie in der Hand gehabt hat – oder gleich gar nicht kennt. Und bezahlt wird mit ihr fast nie.

Doch das will die Regierung ändern, vor allem aus finanziellen Gründen. Zwar kostet die Herstellung einer Messingmünze etwa doppelt so viel wie die des Scheins, aber dafür hält die Münze etwa 30 Jahre durch und kann dann recycelt werden. Ein Schein muss nach etwa 1 1/2 Jahren entsorgt werden, ist also im Endeffekt mindestens zehnmal teurer. Auf Dauer gesehen ließen sich so allein durch die schiere Masse Milliarden von Dollar einsparen. Doch die Kampagnen der Regierung sind in den letzten 30 Jahren regelmäßig auf wenig Resonanz in der Bevölkerung gestoßen, wohl vor allem wegen der nicht besonders mitreißenden Motivwahl.

Jetzt sollen es die Präsidenten richten. Um die Münzen in die Geldbeutel der Leute zu bringen gibt es seit letztem Jahr die „Präsidenten-Dollars“ die wie die 1-Dollar-Scheine auch die Portaits verschiedener Staatsoberhäupter tragen. Der Konkress hofft, dass das die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen wird. Den Anfang machte im Frühjahr 2007 George Washington und seit dem folgten ihm chronologisch geordnet seine Nachfolger, jeweils vier Stück pro Jahr. Beendet wird die Serie mit Gerald Ford – im Jahr 2016. Etwas Zeit haben die Amerikaner also noch um sich an das Münzgeld zu gewöhnen.

Ähnliche Artikel:

Kommentar schreiben