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Mehr Sicherheit für den 50-Euro-Schein

Am 8. Juli 2016 von Jasmin | Aktuelles, Banknoten

Nun ist auch für des Deutschen liebste Euro-Banknote die Zeit gekommen, sich zu verändern: Mit einem neuen Design und einer Vielzahl an modernen Sicherheitsmerkmalen soll der 50-Euro-Schein bereits ab April 2017 in Umlauf gebracht werden. Doch was kann die verbesserte Banknote überhaupt alles? Und wird sie durch diese Veränderungen tatsächlich fälschungssicher?

Wieso ist die 2. Generation der Banknote überhaupt notwendig?

Der 50-Euro-Schein gilt als die wohl beliebteste Banknote der Deutschen. Befindet sich der Schein erst einmal in unserem Geldbeutel, wagen es viele nicht sofort, diesen anzubrechen. Eine Banknote mit Sparsamkeitspotenzial, ohne Frage, aber auch die am meisten gefälschte Euro-Banknote überhaupt. Man geht davon aus, dass fast jeder zweite gefälschte Schein ein Fünfziger sei und das, wo die EZB im vergangenen Jahr knapp 900.000 Blüten aus dem Verkehr ziehen musste! In Anbetracht dieser gewaltigen Zahl wird schnell deutlich, wie dringend die Einführung einer verbesserten 50-Euro-Banknote zu sein scheint.

Wasserzeichen & Co – Was den neuen „Fuffi“ ausmacht

Wie auch schon der 5-, 10- und 20-Euro-Schein zuvor wurde nun auch der 50-Euro-Schein mit einer breit gefächerten Liste von Sicherheitsmerkmalen ausgestattet. Hier die einzelnen Elemente im Überblick:

  • Fühlbare Reliefs: Am linken und rechten Rand der Vorderseite lassen sich jeweils eine Reihe kurzer Linien ertasten. Auch beim Hauptmotiv, der Schrift und der großen „50“ sind Reliefs spürbar.
  • Wasserzeichen: Ein Wasserzeichen auf Banknoten hat bereits Tradition. In diesem Fall wird bei Gegenlicht das Porträt der Europa und die Wertzahl der Banknote sichtbar.
  • Smaragd-Zahl: Eine glänzende „50“ ziert von nun an die Banknote. Diese wechselt je nach Lichteinfall ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau und lässt einen schimmernden Lichtbalken auf der Zahl auf und ab wandern.
  • Porträt-Hologramm: Ein silberner Streifen auf der Vorderseite, der das €-Symbol, ein Architekturmotiv und mehrfach die Zahl 50 zeigt.
  • Sicherheitsfaden: Ein in das Papier eingearbeiteter Sicherheitsfaden, der im Gegenlicht von beiden Seiten zu erkennen ist.
  • Mikroschrift: Dieses mit bloßem Auge kaum erkennbare Sicherheitselement wurde an einigen Stellen in die Banknote eingearbeitet und ist nur mit einer Lupe deutlich zu erkennen.

Diese Vielzahl an Sicherheitsmerkmalen soll kriminellen Geldfälschern das Leben schwer machen. Soweit die Theorie. Doch vermag es diese Allianz an Elementen wirklich, den neuen 50-Euro-Schein fälschungssicher zu machen?

Fälschungssicher? Sicher nicht!

Laut der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPoIG) ist auch die neue 50-Euro-Banknote nicht völlig fälschungssicher. Zwar erschweren die diversen Sicherheitsmerkmale Fälschern ihr Handwerk, doch vollkommene Sicherheit bleibe auch hier reine Illusion. Das Thema Falschgeld scheint somit noch immer nicht vom Tisch zu sein. Allerdings darf sich Europa über eine farbenfrohe, moderne und verbesserte 50-Euro-Banknote freuen – und das allein ist doch bereits ein Grund, sich auf den Neuankömmling zu freuen!

Bild mit dem neuen 50-Euro-Schein inmitten eines blauen Umhangs

(Bild-Quelle: DPA)

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